3 Rembrandts vom Flohmarkt (Deutsch)

 

Rembrandt

 

Die unglaubliche Geschichte eines Berliners, der 3 Rembrandts vom Flohmarkt kaufte

Sie lagen in einem alten Buch, neben dem üblichen Trödel

Davon träumt jeder: Du gehst auf den Flohmarkt, stöberst, kaufst etwas. Und das stellt sich als Kunst-Weltsensation heraus. So geschah es einer Frau aus Utrecht/Holland.
Die Sozialhilfeempfängerin erstand für 2,5 Gulden (ca. 2 Mark oder 1 Euro) ein altes Buch von 1830. In diesem Buch ein antikes Kuvert mit drei ca. 10 x 10 cm großen Radierungen.

Die Holländerin ging zu einer öffentlichen Kunstschätzungen, die Restaurator und Kunst-Experte Toon Wildeboer regelmäßig abhielt. Da kam sie raus, die Sensation: die Radierungen entstanden um das Jahr 1635, und zwei von ihnen stammen von niemand geringerem als Rembrandt van Rijn. Nr. 3 wird einem Rembrandt-Schüler zugeschrieben.

Kunst-Schätzer Wildeboer zog einige Kollegen zu Rate, hielt die Radierungen unter eine Quartzlampe, untersuchte das Wasserzeichen. Und: "Ich sagte den Findern ganz vorsichtig, daß sie da etwas Einmaliges haben. Da die Familie dringend Geld braucht, bat sie mich, einen Verkauf in die Wege zu leiten."


Jetzt kommt ein Berliner Sammler ins Spiel: Der Mann, der unten allen Umständen anonym bleiben will, hörte von dem Fund, wandte sich an WIldeboer. Der wickelte den Deal ab. Der Berliner zahlte der Familie aus Utrecht 100.000 Gulden (ca. 88.000 Mark oder 45.000 Euro), auf Wunsch der Finder cash auf die Hand.

Wildeboer: "Ich hatte unvorsichtigerweise gesagt, daß beim Verkeuf rund 150.000 Gulden herauskommen könnten. Die Familie hatte das erwartete Geld bereits ausgegeben, eine Küche und ein Auto gekauft und warf mir Diebstahl vor."

Als Wildeboer nun auf seine 3% Vermittlungsprovision zu sprechen kam, drohte man ihm Prügel an. "Da hab ich lieber verzichtet. Der Mann war stark und tätowiert. Außerdem habe ich noch eine Flasche Wein und ein Weißbrot, ich werde nicht verhungern."


Selbstverständlich meldeten sich sofort die Kritiker. Theo Laurentius vom Rijksmuseum in Amsterdam, die Gralshüter holländischer Kunst (die gern jeden fremden Fund als Fälschung abtun), meinte, nur eine Röntgenuntersuchung könne die Echtheit der Radierungen beweisen, die seien wohl längst nicht so wertvoll wie gedacht. Wildeboer: "Laurentius hat per Ferndiagnose den Wert festgestellt. Beeindruckend Ich hatte mal so einen Arzt..."


Auch Prof. Jan Kelch, Direktor der Berliner Gemäldegalerie, meint: "Dieser Fund ist nicht ganz so spektakulär. Radierungen sind keine Gemälde und auch keine Unikate: Von einer Druckplatte kann man 300 Drucke fertigen. Ausschlaggebend sind die Qualität des Drucks, seine Nummer, die Beschaffenheit des Blatts, seine Größe." Doch Kelch gibt zu: "Bei manchen Sujets auf großformatigem Papier kann der Preis in Millionenhöhe steigen."

Der Berliner Sammler - wer ist er?
Kunst-Experte Toon Wildeboer (im Foto: rechts) beschreibt den großen Unbekannten aus Berlin so: "Ich darf den namen nicht nennen, ich habe Schweigepflicht. Aber nur soviel: Er hat bereits eine Rembrandt-Sammlung, kam mit seinem eigenen Experten nach Holland und zahlte bar. Er trug einen teuren Anzug, mindestens 3000 Mark wert, und fuhr einen schwarzen Mercedes der teuersten Art. Wahrscheinlich investiert er deshalb in Kunst, weil er Angst vor dem Euro hat.  Daß er nicht erkannt werden will, ist klar. Wer gibt schon gern zu, daß er eine wertvolle Sammlung hat? Diesbe würden sich freuen."

kam/spy

 

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